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Workshop Niederschlagwasser auf Biogasanlagen

Rampe.
In Deutschland werden derzeit ca. 8000 Biogasan-
lagen betrieben. Die Energieerzeugung basiert da-
bei meistens auf nachwachsenden Rostoffen und
Gülle. Diese oft weiträumig angefahrenen Sub-
strate müssen vor der Vergärung zwischengela-
gert werden, um einen kontinuierlichen Betrieb
über das Jahr zu ermöglichen. Ähnlich ist die Situ-
ation auf Landwirtschaftsbetrieben mit großen
Fahrsiloflächen. Bei Niederschlagsereignissen
können von den versiegelten Fahrsiloflächen er-
hebliche Mengen, organisch hoch belasteten Ab-
wassers anfallen. Menge und Zusammensetzung
sind von vielen Einflussgrößen abhängig, von der
konstruktiven Gestaltung der Anlage, über die ge-
lagerten Substrate, die Betriebsführung bis zur
meteorologischen Situation. Entsprechend kom-
plex ist die Fragestellung zum sachgerechten Um-
gang mit dem Niederschlagswasser.
Ziel des Workshops ist ein Erfahrungsaustausch
zum gewässerschonenden Betrieb dieser Anlagen
und zu möglichen Behandlungsoptionen. Im Inte-
resse gemeinsam getragener Lösungen soll der
Workshop die sachorientierte Diskussion von
Wasserwirtschaft und Biogasbranche vorantrei-
ben.
Hierzu wird ein prototypisches Konzept zur Be-
handlung von Niederschlagswasser aus Biogas-
anlagen vorgestellt, welches im Forschungspro-
jekt „Probenebio“ entwickelt und auf der Biogasan-
lage Rampe umgesetzt wurde. Die hier gewonne-
nen Erfahrungen und die Übertragbarkeit auf an-
dere Fahrsiloanlagen werden diskutiert. Es be-
steht die Möglichkeit zur Besichtigung der Biogas-
anlage und des prototypischen Behandlungssys-
tems. Das Verbundprojekt „Probenebio“ wird vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF) gefördert. Es ist Teil der BMBF-Förder-
maßnahme „KMU-Innovativ: Ressourceneffizienz
und Klimaschutz“ im Technologie- und Anwen-
dungsbereich „Nachhaltiges Wassermanage-
ment“.