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Informationsveranstaltung

Informationsveranstaltung "Biogas in Thailand" am 5. 9. 2017 in München

München.
Am 05. September 2017 findet eine Informationsveranstaltung zu Biogas in Thailand statt. Wir möchten deutschen Unternehmen aktuelle Informationen über die Rahmenbedingungen, aktuelle Ausschreibungen sowie Förder- und Finanzierungmöglichkeiten für Biogasprojekte in Thailand vermitteln. Ferner werden Chancen und Herausforderungen für deutsche Unternehmen diskutiert.
Die Informationsveranstaltung richtet sich an deutsche Unternehmen, die komplette Biogasanlagen oder einzelne Komponenten von Biogasanlagen (z. B. Fermenter, Behälter, Rührwerke, Pumpen, Gas- und Wärmespeicher, Folien, Membranen etc.) herstellen bzw. anbieten sowie an Projektentwickler, Planungs- und Ingenieurbüros und Berater im Bereich der Biogaserzeugung.

Ihnen als deutscher Technologieanbieter oder Dienstleister wird die Teilnahme vom BMWi im Rahmen der Exportinitiative gefördert. Die Teilnahme ist daher kostenfrei, lediglich die Cateringgebühr beträgt 30,00 EUR.

Die Informationsveranstaltung dient als Vorbereitung für die AHK-Geschäftsreise nach Thailand, die vom 20. bis 24. November 2017 zum selben Thema stattfindet.

Zielmarkt Thailand

Die Entwicklung von Biogaskraftwerken und der entsprechenden installierten Kapazität hat in Thailand in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Im Februar 2016 betrug die Gesamtkapazität dieser Anlagen (sowohl netzabhängig als auch netzunabhängig) 393,21 MW. Der Großteil dieser Anlagen wird im Bereich der Viehzucht eingesetzt (z.B. auf Schweine oder Hühnerhaltenden Betrieben) sowie im industriellen Sektor (z.B. in der Produktion von Palmöl, Stärke oder Zucker).

Derzeit findet man in Thailand im Bereich Biogas u.a. die nachfolgenden Technologien vor:

anaerobe Aufström-Schlammbett Reaktoren (UASB)
anaerobe Tauchwand-Reaktoren (ABR)
temperaturgeregelte Batch-Reaktoren mit kontinuierlicher Durchmischung (CSTR - complete stirred tank reactors)
geschlossene Biogas-Lagunen (Covered Lagoon)

Mit Hinblick auf den Status Quo im Bereich Biogas, ist laut Experten nur noch wenig unerschlossenes Potenzial im Königreich vorhanden, was die Biogasgewinnung aus Agrarrückständen und Abfall betrifft (in erster Linie aus Zucker, Stärke, Palmöl sowie Schweine- bzw. Hühnerdung).

Diese Entwicklung führte dazu, dass der Fokus der (staatlichen) Förderprogramme in jüngerer Vergangenheit, hin zu alternativen Substraten wie z.B. Energiepflanzen (u.a. Napiergras), Abfall und Abwasser (im Haushalts- und Kommunalwesen), Siedlungsabfälle (MSW) oder komprimiertes Biogas (CBG) als Ersatzkraftstoff für den Transportsektor geht. Interesse gibt es in Thailand aktuell insbesondere an Biogasanlagen für die Vergärung von Fettschlämmen.
Ende des Jahres 2014 bzw. Anfang 2015 gab es einen Wechsel vom sogenannten 'Adder'-Programm hin zu einem Einspeisetarifsystems (FiT).

Das ERC (Energy Regulatory Commission) in Thailand, zuständig für die Regulierung des Netzzugangs, hatte Ende 2016 Ausschreibungen für die Entwicklung und Inbetriebnahme von EE-Projekten (Solar PV, Biomasse, Biogas und waste-to-energy) für 2017, mit einer Gesamtkapazität von 1.000 MW, angekündigt. Alle Projekte sind insbesondere für kleine (SPP) und sehr kleine Erzeuger (VSPP) vorgesehen. SPP und VSPP, die einen Mindestanteil aus erneuerbaren Energien produzieren, dürfen den Strom in das öffentliche Netz einspeisen. Die Projekte werden auf den verschiedenen aktuellen Einspeisetarifen (FiT) basieren.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter https://www.german-energy-solutions.de/GES/Redaktion/DE/Veranstaltungen/Intern/2017/Infoveranstaltungen/iv-thailand.html.