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Energie für die Straße: Biomethan

Neben Strom und Wärme kann Biogas auch Kraftstoff liefern. Dafür wird das Gas aufbereitet und ins Gasnetz eingespeist.

Biogas besteht zu 50 - 60 Prozent aus dem brennbaren Gas Methan, der Rest ist vor allem CO
2. Erdgas (oder CNG = compressed natural gas) besteht zu 98 Prozent aus Methan. Um Biogas in das Erdgasnetz einspeisen zu können, muss es den gleichen Methangehalt haben wie Erdgas. Biogas wird dafür „gewaschen“, das CO2 dabei entfernt. Hierfür stehen mittlerweile verschiedene Verfahren zur Verfügung.

Wenn Biogas einen Methangehalt von 98 Prozent hat, spricht man von „Biomethan“. Dieses kann in das bestehende Gasnetz eingespeist und zum Beispiel an der Zapfsäule einer Gas-Tankstelle entnommen werden. Jedes gasbetriebene Fahrzeug kann problemlos Biomethan tanken. Ein Biomethan-Fahrzeug reduziert den CO2-Ausstoß um bis zu 90 Prozent gegenüber einem vergleichbaren Benziner - und kostet den Fahrzeugfahrer auf den Kilometer gerechnet nur die Hälfte der Spritkosten.

Die Aufbereitung von Biogas zu Biomethan begann Ende 2006 mit der Biogasanlage in Pliening bei München. Heute speisen knapp 200 Anlagen direkt ins Gasnetz ein. Das Gas kann an beliebiger Stelle entnommen und zu Strom und Wärme umgewandelt oder von Gasfahrzeugen getankt werden – oder auch mehrere Monate gespeichert.

Verflüssigt man Biomethan zu LNG (Liquified Natural Gas), lässt es sich aufgrund seiner hohen Energiedichte auch für LKWs und Schiffe einsetzen. Die ersten Schiffe mit LNG Motoren werden bereits in Betrieb genommen.