Zum Inhalt wechseln

Energie für zwei Dörfer

Biogasanlage in Wollbrandshausen / Foto: Tom Baerwald
Wollbrandshausen.

Gemeinsame Biogasanlage der Gemeinden Wollbrandshausen und Krebeck - Ziel ist eine autarke Energieversorgung

Wollbrandshausen und Krebeck liegen im südlichen Niedersachsen. Die Stärken der Region Eichsfeld, wie Heimatverbundenheit, Verwurzelung im Glauben, Zusammengehörigkeitsgefühl, Einsatzwille, zupackende Aufgabenbewältigung und Hilfsbereitschaft, Durchhaltevermögen der Bewohner sowie tragende soziale Netzwerke, werden hier in zahlreichen privaten Aktivitäten, einer aktiven Kirchengemeinde und innerhalb eines regen und vielgestaltigen Vereinswesens noch tätig gelebt.

Mit einer gemeinsamen Biogasanlage ziehen die beiden Gemeinden nun am gleichen Strang, um sich zukünftig autark mit Strom und Wärme versorgen zu können. Das in der zentral gelegenen Anlage produzierte Biogas wird über zwei je 1,5 km lange Mikrogasleitungen in beide Bioenergiedörfer transportiert und in "Vor-Ort-Heizzentralen" (je zwei BHKW ) verbrannt. Über lokale, ringförmige Nahwärmenetze (5 km pro Ort) werden die angeschlossenen Haushalte mit Wärme versorgt.

In Wollbrandshausen beziehen bereits Dorfgemeinschaftshaus, Sporthaus, Seniorenheim und Kirche Wärme aus der Bioenergieanlage. Von 250 Gebäuden in beiden Orten, die am Nahwärmenetz liegen, sind bislang 180 angeschlossen. Dazu gehört auch rund die Hälfte der Häuslebauer im Krebecker Neubaugebiet „Über dem Töpferofen“.

Die Gesamtanlage produziert maximal 1.760 kW el. Leistung und speist das regionale Stromnetz. Landwirte der Region liefern Mais, Ganzpflanzensilage und tierischer Gülle. Die Bürger haben rund 1 Million Euro an persönlichem Geld in dieses Bioenergieprojekt investiert!
Bioenergie Wollbrandshausen Krebeck eG
agriKomp