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Informationsveranstaltung

Informationsveranstaltung "Biogas in Malaysia" am 19. September in Frankfurt am Main

Frankfurt am Main.
Am 19. September 2017 findet eine Informationsveranstaltung zu Biogas in Malaysia statt. Deutsche Unternehmen erhalten aktuelle Informationen über die Rahmenbedingungen, aktuelle Ausschreibungen sowie Förder- und Finanzierungmöglichkeiten für Biogasprojekte in Malaysia. Ferner werden Chancen und Herausforderungen für deutsche Unternehmen diskutiert.
Teilnahme

Das Fachwissen von Experten und Erfahrungen ausländischer Unternehmen ist in Malaysia gefragt. Nach Aussagen lokaler Behörden und Unternehmen liegt ein großes Potential für deutsche Unternehmen darin, Beratungsangebote anzubieten, die den Plantagenbetreibern helfen, die richtige Technologie im angemessenen Umfang einzusetzen und diese zu refinanzieren. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass die verwendete Technologie häufig von verschiedenen Unternehmen und Lieferanten stammt. An einer ganzheitlichen Implementierung und Integration der verschiedenen Teile und Produktionsstufen fehlt es aber häufig. Hier bedarf es Lösungen, welche an die örtlichen Gegebenheiten angepasst sind und somit sichergestellt ist, dass die Verluste an POME und Biogas während des gesamten Verarbeitungsprozesses möglichst gering bleiben.

Die Informationsveranstaltung richtet sich daher insbesondere an Unternehmen, die in diesem Bereich aktiv sind.

Ihnen als deutscher Technologieanbieter oder Dienstleister wird die Teilnahme vom BMWi im Rahmen der Exportinitiative gefördert. Die Teilnahme ist daher kostenfrei, lediglich die Cateringgebühr beträgt 30,00 EUR.

Die Informationsveranstaltung dient außerdem zur Vorbereitung auf die AHK-Geschäftsreise nach Malaysia, die vom 04.bis 08. Dezember 2017 in Kuala Lumpur zum selben Thema stattfindet.
Zielmarkt Malaysia

Die Palmölindustrie in Malaysia eröffnet vielfältige Möglichkeiten im Bereich der Biogasindustrie. Ungeachtet der Tatsache, dass die Rohmasse in großen Mengen vorhanden ist, ist die Biogasindustrie in Malaysia noch nicht optimal entwickelt. Nur ein geringer Anteil der verfügbaren Biomasse aus Ölpalmen wird derzeit eingesetzt, um Biogas zu produzieren. In den vergangenen Jahren unternahm die malaysische Regierung jedoch zunehmend Anstrengungen, diesen Sektor weiterzuentwickeln und die Biogasnutzung landesweit zu fördern, beispielsweise mit dem einem Einspeisetarif für die Stromerzeugung aus Biogas.

Zusätzlich zur Unterstützung durch die Regierung ist auch die Privatwirtschaft aktiv in die Förderung von Biogas involviert. Unternehmen wie Sime Darby und die Malaysian Biomass Industries Confederation (MBIC) bieten Investoren, die daran interessiert sind, in den Markt einzutreten, Kooperationsmöglichkeiten an. Derzeit produziert nur eine kleine Anzahl an Anlagen Biogas aus Abfallprodukten. So haben im Mai 2015 nach Aussage der SEDA nur 55 Palmölanlagen Biogasanlagen in ihre Produktionstechnologie implementiert, während weitere 16 Palmölanlagen in der Konstruktionsphase für die Biogasgewinnung sind. 41 Rund 80% der malaysischen Palmölanlagen haben jedoch noch keine konkreten Pläne für die Methangewinnung in der Biogasproduktion vorgelegt. Die malaysische Regierung hat jedoch als Teil des Entry Point Project No. 5 (EPP5) unter dem „National Key Economic Area“-Programm die verbindliche Vorgabe aufgestellt, dass alle Palmölanlagen bis 2020 mit einer Methangewinnungsanlage ausgestattet werden müssen. Malaysia will bis 2020 insgesamt rund 500 Biogasanlagen errichtet haben, die ca. MYR 2,9 Mrd. (EUR 0,69 Mrd.) zum Bruttoinlandsprodukt beitragen und rund 2.000 Arbeitsplätze generieren sollen.

Der Aufbau und der Betrieb von Biogasanlagen in Malaysia bieten eine Reihe unterschiedlicher Markteinstiegsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen. In der Praxis wird die Technologie von lokalen malaysischen Unternehmen aus Nachbarländern importiert und an die Plantagenbetreiber verkauft. Dabei bestehen zwischen den Anlagen und der genutzten Technologie teilweise erhebliche Unterschiede hinsichtlich des Umfangs und der Qualität. Hieraus ergeben sich verschiedene Potentiale für ausländische Unternehmen:
Während ein breites Spektrum an Technologien zur Stromerzeugung verfügbar ist, fehlt häufig das Fachwissen, die Kapazitäten richtig abzuschätzen. In Folge dessen kommt es häufig zu Investitionen, die nicht den tatsächlichen Kapazitäten entsprechen, sowohl in Form von zu umfangreichen als auch von zu geringen Investitionen, wodurch nicht das gesamte Potential der Palmölindustrieabwässer zur Stromerzeugung ausgeschöpft wird.

Weieter Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter https://www.german-energy-solutions.de/GES/Redaktion/DE/Veranstaltungen/Intern/2017/Infoveranstaltungen/iv-malaysia.html.