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Biowärme für Begonien

Biogasanlage in Gönnebek
Gönnebek.

Wärme aus Biogas und Holz beheizt Gärtnersiedlung mit 11 Gärtnereien - Heizkosteneinsparung von 30 Prozent

Im schleswig-holsteinischen Gönnebek gibt es seit den 60er Jahren eine Gärtnersiedlung mit 11 Betrieben. Deren Wärmebedarf war die Planungsgrundlage für die Auslegung von zwei Biogasanlagen mit je 800 kWel, die 2009 und 2010 ihren Betrieb aufnahmen.

Die Anlage erzeugt jährlich rund 12,4 Megawattstunden Strom und deckt damit den Verbrauch von ca. 4000 Haushalten. Das Biogas wird über eine 3 km lange Gasleitung zu zwei Satelliten-Blockheizkraftwerken vom Standort der Gärstrecke in Rendswühren (Kreis Plön) nach Gönnebek (Kreis Segeberg) geliefert. Mit der hier erzeugten Wärme können die benachbarten Gärtnereien ganzjährig beheizt werden. Für Wärmespitzen, die vor allem im Winter auftreten, wird ein 850 kW Holzhackschnitzelkessel zugeschaltet.

Die Biowärme ersetzt im Heizwerk der Gärtner ca. 60 Prozent der fossilen Energieträger Schweröl, Heizöl und Gas und trägt so erheblich zur Luftverbesserung, zur CO2-Vermeidung und damit zum Klimaschutz bei. Die Heizkostenersparnis liegt bei rund 40 Prozent - je nach aktuellem Öl- bzw. Gaspreis.

Die Anlage benötigt pro Jahr rd. 28.000 t Maissilage oder andere nachwachsende Rohstoffe. Für Mais entspricht das einer Anbaufläche von 500 bis 700 ha, je nach Ertrag. Die durchschnittliche Entfernung der Anbauflächen zur Anlage beträgt 24 km. Zur Verminderung der Abhängigkeit vom Mais wurden bereits Versuche mit Grünroggen und Winterwicken-Ganzpflanzensilage gefahren. In Zukunft sollen auch Rüben sowie Durchwachsene Silphie und andere Stoffe eingesetzt werden.
Erstes Fahrenhorster Biomassekraftwerk GmbH & Co. KG
B.A.U.M. Consult AG
Peter Krabbe, Tel. 040 / 70 700 69 - 29, p.krabbe@baumgroup.de